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Akzeptanz und Resignation

Oft werden sie miteinander verwechselt, doch etwas zu akzeptieren wie es ist, bedeutet nicht dasselbe wie aufzugeben oder zu resignieren. Akzeptieren meint auch nicht gutzuheißen.

Zu akzeptieren, das etwas ist, wie es jetzt gerade ist, bedeutet wahrzunehmen, dass ich es jetzt unter diesen Umständen nicht verändern kann - die Perspektive auf eine Möglichkeit in der Zukunft bleibt jedoch bestehen. Resignation hingegen meint die Hoffnung auf Veränderung aufzugeben. Die Akzeptanz einer aktuellen Situation gibt den nötigen Boden unter den Füßen, der es ermöglicht zum gegebenen Zeitpunkt, neue Schritte zu wagen.

Besonders schön veranschaulicht uns die Natur, was Akzeptanz bedeutet.


Wenn ich versuche im Winter Blumen und Pflanzen in meinem Garten zu pflanzen, werden diese nicht gedeihen und wachsen. Vielleicht versuche ich es mehrere Tage hintereinander, immer mit dem Ergebnis zu scheitern. Nun kann diese Erfahrung des Scheiterns dazu führen, dass ich resigniere und gar nicht mehr versuche, meinen Garten zum Blühen zu bringen. Ich kann daran verzweifeln, dass es mir nicht möglich war, anzusäen, was ich ansäen wollte. Ich kann an mir und meiner Fähigkeit als Gärterin zweifeln. Ich kann hoffnungslos werden, dass der Frühling jemals wiederkehren wird. Oder ich lerne die Rhythmen der Natur zu akzeptieren und zu verstehen. Dann kann ich den Winter damit verbringen, Vorkehrungen für den Frühung zu treffen, zu überlegen, welche Samen und Pflanzen ich im Frühling in meinem Garten säen möchte, welche Erde ich benötige, welche Töpfe ich dafür verwenden möchte. Und wenn die Zeit des Frühlings da ist, kann ich beginnen Blumen und Pflanzen zu säen. Ich kann sie pflegen und sie beim Wachsen beobachten. Den Winter mit seinen Bedingungen zu akzeptieren bedeutet anzuerkennen, dass jede Zeit seine eigenen Chancen und Möglichkeiten aber auch Beschränkungen und Grenzen hat. Es bedeutet aber nicht zu vergessen, dass der Frühling wieder einkehren wird.


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